Ceramide
INCI-Bezeichnung: Ceramide NP, Ceramide AP, Ceramide EOP (je nach Typ)
Herkunft
Ceramide sind natürlich vorkommende Lipide (Fettmoleküle), die zu etwa 50 % in der äußersten Hautschicht, dem Stratum corneum, enthalten sind. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der sogenannten Lipidmatrix, die die Hautzellen zusammenhält. Für die Kosmetik werden Ceramide heute überwiegend biotechnologisch oder aus pflanzlichen Quellen wie Weizen, Reis oder Süsskartoffeln gewonnen.
Herstellung
Moderne Ceramide für die Hautpflege werden durch Fermentation oder chemische Synthese hergestellt. Pflanzliche Ceramide (Phytoceramide) werden aus Getreide oder Hülsenfrüchten extrahiert und sind strukturell den menschlichen Ceramiden sehr ähnlich. Dieser Ansatz ist nachhaltig und gut verträglich.
Wirkung auf die Haut
Ceramide gehören zu den wichtigsten Wirkstoffen für eine gesunde Hautbarriere:
- Stärken die Hautbarriere: Sie füllen Lücken in der Lipidmatrix und machen die Haut widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen.
- Speichern Feuchtigkeit: Ceramide verhindern den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) und halten die Haut langanhaltend hydratisiert.
- Beruhigen gereizte Haut: Sie reduzieren Trockenheit, Spannungsgefühle und Irritationen.
- Regenerieren die Haut: Bei geschädigter Hautbarriere helfen Ceramide, die natürliche Schutzfunktion wiederherzustellen.
Für welchen Hauttyp geeignet
Ceramide sind für alle Hauttypen geeignet, besonders empfehlenswert bei trockener, empfindlicher, gereizter oder reifer Haut sowie bei Hautproblemen wie Neurodermitis oder Rosacea.
