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PHA (Polyhydroxysäuren): Die sanfte Säure-Alternative zu AHA und BHA für empfindliche Haut

Hinweis: Bild teilweise bzw. vollständig mit KI erstellt.

Kurz beantwortet

PHA (Polyhydroxysäuren) wie Gluconolactone sind chemische Peeling-Wirkstoffe mit deutlich größerem Molekül als AHA oder BHA. Sie dringen langsamer ein, wirken dadurch milder und zusätzlich feuchtigkeitsbindend sowie leicht barrierestärkend. Für empfindliche, zu Rötungen neigende Haut gelten sie als verträglichere Alternative – ein vollständiger Ersatz für stärkere Säuren sind sie aber nicht.

Was sind Polyhydroxysäuren überhaupt?

PHA bilden neben AHA (Alpha-Hydroxysäuren) und BHA (Beta-Hydroxysäuren) die dritte große Gruppe kosmetischer Hydroxysäuren. Die bekanntesten Vertreter sind Gluconolactone, Gluconsäure und Lactobionsäure (INCI: Lactobionic Acid). Chemisch besitzen sie mehrere Hydroxylgruppen an einem vergleichsweise großen Molekülgerüst – bei Gluconolactone etwa mit einem Molekulargewicht von rund 178 Dalton, deutlich mehr als Glykolsäure mit etwa 76 Dalton. Diese Molekülgröße ist der Grund, warum PHA in der Kosmetikbranche seit den 2000er-Jahren als "nächste Generation" der Fruchtsäuren vermarktet werden, nachdem AHA-Peelings zunehmend für ihr Reizpotenzial kritisiert wurden.

Wie unterscheiden sich PHA von AHA und BHA?

Der zentrale Unterschied liegt in der Eindringgeschwindigkeit: Während Glykolsäure durch ihr kleines Molekül schnell in tiefere Hautschichten vordringt, bleibt Gluconolactone durch seine Größe stärker an der Hautoberfläche und wirkt dort langsamer und gleichmäßiger. Das senkt in Studien nachweisbar das Reizungspotenzial gegenüber vergleichbar dosierten AHAs. Gleichzeitig bringen PHA aufgrund ihrer vielen Hydroxylgruppen humectant-ähnliche, feuchtigkeitsbindende Eigenschaften mit, die klassischen AHAs so nicht zugeschrieben werden.

Regulatorisch ist ein Unterschied bemerkenswert: Für Glykol- und Milchsäure gibt es zwar keine gesetzliche EU-Höchstkonzentration, aber Branchenempfehlungen des SCCS begrenzen Leave-on-Produkte auf rund 6 % freie Säure bei einem pH-Wert über 3,5, inklusive Warnhinweis zur Sonnenempfindlichkeit. Für Gluconolactone existiert keine vergleichbare Diskussion in der EU-Kosmetikregulierung – ein Indiz dafür, dass das Reizpotenzial und die Photosensibilisierung geringer eingeschätzt werden, auch wenn auch hier grundsätzlich Sonnenschutz sinnvoll bleibt.

Was zeigt die Studienlage kritisch betrachtet?

Eine häufig zitierte Übersichtsarbeit von Grimes et al. beschreibt für Gluconolactone und Lactobionsäure eine verbesserte Hautstruktur bei lichtgeschädigter Haut sowie eine gestärkte Barrierefunktion, gemessen am transepidermalen Wasserverlust (TEWL). Eine 2023 im Journal of Cosmetic Dermatology veröffentlichte Untersuchung zu 10- und 30-prozentigen Gluconolactone-Peelings fand eine Verbesserung von Talgproduktion, Hautoberflächen-pH und TEWL ohne relevante Barriereschädigung – ein Ergebnis, das PHA von klassischen AHA-Peelings deutlich abhebt, bei denen ein geschwächter Wasserhaushalt häufiger beschrieben wird.

Kritisch bleibt: Die meisten verfügbaren Studien sind klein, häufig herstellernah finanziert und selten placebokontrolliert über längere Zeiträume. Die vielfach wiederholte Aussage, PHA seien "für jeden Hauttyp geeignet, auch Rosacea und Neurodermitis", stützt sich überwiegend auf wenige ältere Arbeiten aus den frühen 2000ern und wird seither vor allem im Marketing wiederholt, ohne dass seither viele unabhängige Bestätigungsstudien nachgezogen wurden. Wer zu empfindlicher, entzündlicher Haut neigt, sollte PHA daher testen statt blind auf die "sanft für alle"-Werbeaussage zu vertrauen.

PHA sinnvoll in die Routine einbauen

Sanfter Einstieg über die Reinigung

Da reine PHA-Seren oder -Toner in zertifizierter Naturkosmetik noch selten sind, ist ein Cleanser mit sanften Fruchtsäuren aktuell der praktikabelste Einstieg in eine milde Säure-Routine. The Facial Cleanser von Cosmenia arbeitet mit niedrig dosierten AHA-Fruchtsäuren bei kurzer Einwirkzeit – ein guter erster Schritt, um die Verträglichkeit von Säuren generell zu testen, bevor stärker exfolierende Produkte infrage kommen.

Feuchtigkeit und Beruhigung parallel sichern

Da PHA vor allem durch ihre feuchtigkeitsbindende Wirkung überzeugen, profitiert die Routine von einem Toner, der diesen Effekt ergänzt statt konkurriert. The Hyaluronic Toner mit Hyaluronsäure und Kamille beruhigt gereizte Areale und unterstützt die Feuchtigkeitsbalance nach der Reinigung.

Barriere nach der Anwendung stärken

Auch wenn PHA die Hautbarriere weniger stark belasten als AHA, bleibt der Wiederaufbau der Lipidschicht sinnvoll. The Day Cream mit Ceramiden und Sanddorn liefert genau die Lipide, die eine regelmäßige Säure-Routine zusätzlich beansprucht.

Häufige Fragen zu PHA

Sind PHA wirklich reizfreier als AHA?

In den meisten Studien ja, vor allem bei vergleichbarer Konzentration. Vollständig reizfrei sind aber auch PHA nicht – individuelle Verträglichkeit sollte immer getestet werden.

Kann ich PHA und AHA gleichzeitig verwenden?

Möglich, aber nicht notwendig. Wer bereits gut auf AHA reagiert, gewinnt durch PHA meist wenig zusätzlichen Nutzen. Für empfindliche Haut, die AHA schlecht verträgt, sind PHA oft die bessere Einzeloption statt einer Kombination.

Brauche ich bei PHA trotzdem Sonnenschutz?

Ja. Auch wenn die Photosensibilisierung bei PHA als geringer eingeschätzt wird als bei AHA, ersetzt das keinen täglichen Sonnenschutz – besonders bei regelmäßiger Anwendung exfolierender Wirkstoffe.

Fazit

PHA sind eine wissenschaftlich plausible, mildere Weiterentwicklung der klassischen Fruchtsäuren – ihre Molekülgröße erklärt nachvollziehbar, warum sie weniger reizen und zusätzlich Feuchtigkeit binden. Die Studienlage ist jedoch dünner und älter, als das Marketing rund um PHA oft suggeriert, weshalb pauschale "geeignet für alle Hauttypen"-Versprechen kritisch zu lesen sind. Wer sanft in eine Säure-Routine einsteigen möchte, ist mit The Facial Cleanser von Cosmenia und konsequentem Barriereaufbau gut beraten.

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