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Kojisäure gegen Pigmentflecken: Wirkung, Studienlage und neue EU-Grenzwerte

Hinweis: Bild teilweise bzw. vollständig mit KI erstellt.

Kurz beantwortet

Kojisäure ist ein fermentierter Wirkstoff, der die Tyrosinase hemmt und dadurch Pigmentflecken sichtbar aufhellen kann – moderater als Hydrochinon, dafür mit höherem Reizungspotenzial. Seit 2025 begrenzt die EU-Kosmetikverordnung den Einsatz auf maximal 1 % in Gesichts- und Handpflege, nachdem der wissenschaftliche Sicherheitsausschuss SCCS bei höheren Konzentrationen Bedenken geäußert hat. Sichtbare Effekte brauchen mehrere Wochen und funktionieren nur mit konsequentem Sonnenschutz.

Was ist Kojisäure überhaupt?

Kojisäure (INCI: Kojic Acid) entsteht bei der Fermentation von Reis, Sojabohnen oder anderen Kohlenhydraten durch Pilze der Gattung Aspergillus – denselben Mikroorganismen, die auch bei der Sake- und Miso-Herstellung eine Rolle spielen. Entdeckt wurde der Stoff bereits in den 1980er-Jahren in Japan, wo er seither in der ostasiatischen Hautpflege zur Aufhellung von Pigmentflecken eingesetzt wird. Weil er aus einem natürlichen Fermentationsprozess stammt, gilt Kojisäure nach COSMOS-Standard grundsätzlich als für zertifizierte Naturkosmetik geeigneter Inhaltsstoff.

Wie wirkt Kojisäure gegen Pigmentflecken?

Kojisäure bindet Kupferionen im aktiven Zentrum der Tyrosinase, dem Schlüsselenzym der Melaninproduktion, und bremst dadurch dessen Aktivität. Weniger aktive Tyrosinase bedeutet weniger neu gebildetes Melanin – bestehende Pigmentflecken verblassen langsam, neue entstehen seltener. Dieser Mechanismus ähnelt dem von Arbutin und Azelainsäure, unterscheidet sich aber von Tranexamsäure, die eine Stufe früher in der Signalkaskade ansetzt. In der Praxis wird Kojisäure selten allein eingesetzt, sondern meist mit Vitamin C, Süßholzwurzel-Extrakt oder milden Fruchtsäuren kombiniert, die sich in ihrer Wirkung ergänzen.

Neue EU-Grenzwerte: Was hat sich geändert?

Mit der Verordnung (EU) 2024/996 hat die EU-Kommission Kojisäure erstmals in Anhang III der Kosmetikverordnung aufgenommen, also in die Liste der Stoffe mit Verwendungsbeschränkung. Grundlage war eine SCCS-Stellungnahme von März 2022, die Kojisäure in Leave-on-Produkten zur Hautaufhellung nur noch bis maximal 1 % und ausschließlich in Gesichts- und Handpflege als sicher einstufte. Seit dem 1. Februar 2025 dürfen keine nicht konformen Produkte mehr in Verkehr gebracht werden, seit dem 1. November 2025 auch nicht mehr an Verbraucherinnen und Verbraucher abgegeben werden. Formulierungen mit höherer Dosierung oder Einsatz am ganzen Körper sind damit nicht mehr zulässig. Wer aktuell ein älteres Kojisäure-Produkt im Regal stehen hat, sollte die INCI-Liste und den Konzentrationshinweis prüfen.

Was zeigt die Studienlage kritisch betrachtet?

Klinische Vergleichsstudien zeigen: Kojisäure allein wirkt bei Melasma und Pigmentflecken spürbar, aber schwächer als Hydrochinon und meist auch schwächer als hochdosierte Azelain- oder Tranexamsäure. In Kombinationspräparaten – etwa mit Glykolsäure oder Vitamin C – fällt die Aufhellung in Studien deutlicher aus als bei Kojisäure-Monotherapie. Kritisch zu sehen sind zwei Punkte: Erstens gilt Kojisäure im Vergleich zu Niacinamid oder Azelainsäure als eher reizend und wird in der dermatologischen Literatur regelmäßig als Auslöser von Kontaktdermatitis genannt, besonders bei häufiger Anwendung oder empfindlicher Haut. Zweitens ist der reine Wirkstoff chemisch instabil: Er oxidiert an Licht und Luft, verfärbt sich bräunlich und verliert an Wirksamkeit. Viele Formulierungen setzen deshalb auf das stabilere Derivat Kojic Acid Dipalmitate – zu dem allerdings deutlich weniger unabhängige Wirksamkeitsstudien vorliegen als zur reinen Kojisäure.

Praxis: Kojisäure sinnvoll in die Routine einbauen

Sonnenschutz ist die eigentliche Grundlage

Ohne täglichen UV-Schutz bildet die Haut ständig neues Melanin nach – jeder Aufhellungswirkstoff verpufft dann weitgehend wirkungslos. Die mineralische The Sun Kiss SPF 30 eignet sich als tägliche Basis, damit Pigment-Pflege überhaupt greifen kann.

Antioxidativen Zellschutz ergänzen

Oxidativer Stress begünstigt die Entstehung neuer Pigmentflecken zusätzlich. The Hydrating Serum mit Alteromonas Fermentextrakt unterstützt die Zellabwehr und lässt sich gut mit gezielt aufhellender Pflege kombinieren.

Barriere stabil halten, um Reizungen vorzubeugen

Da Kojisäure zu Irritationen neigen kann, ist eine intakte Hautbarriere wichtig, bevor aktive Wirkstoffe zum Einsatz kommen. The Day Cream mit Ceramiden und Sanddorn unterstützt genau das und eignet sich als beruhigender Tagesabschluss.

Häufige Fragen zu Kojisäure

Ist Kojisäure in zertifizierter Naturkosmetik erlaubt?

Ja, als Fermentationsprodukt gilt Kojisäure grundsätzlich als COSMOS-konformer Inhaltsstoff. Seit 2025 gilt zusätzlich die EU-weite Höchstgrenze von 1 % in Gesichts- und Handpflege, die für alle Kosmetikprodukte unabhängig vom Siegel bindend ist.

Wie schnell wirkt Kojisäure gegen Pigmentflecken?

Erste sichtbare Effekte zeigen sich in Studien meist nach sechs bis acht Wochen regelmäßiger Anwendung, spürbare Verbesserungen bei hartnäckigen Flecken oder Melasma dauern häufig mehrere Monate.

Kann Kojisäure die Haut reizen?

Ja, im Vergleich zu milderen Wirkstoffen wie Niacinamid gilt Kojisäure als reizfreudiger. Ein schrittweiser Einstieg mit niedriger Frequenz und der Aufbau einer stabilen Hautbarriere werden empfohlen, insbesondere bei empfindlicher Haut.

Fazit

Kojisäure ist ein wissenschaftlich plausibler, aber kein besonders starker Tyrosinase-Hemmer – wirksamer in Kombination als allein, und seit 2025 durch die neue EU-Höchstgrenze von 1 % in Gesichts- und Handpflege regulatorisch klarer eingegrenzt. Wer auf den fermentierten Wirkstoff setzt, sollte ihn als einen Baustein neben konsequentem Sonnenschutz und stabiler Hautbarriere verstehen – etwa mit The Sun Kiss SPF 30 und The Day Cream von Cosmenia als Grundlage einer Pigment-bewussten Routine.

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