Skip to main content
Produkt des MonatsProdukt des MonatsBestsellerBestseller Cart

Ceramide NP vs. pflanzliche Ceramide: Was der Unterschied für deine Hautbarriere wirklich bedeutet

Hinweis: Bild teilweise bzw. vollständig mit KI erstellt.

Kurz beantwortet

Ceramide NP wird biofermentativ aus Hefe hergestellt und ist strukturell mit den hauteigenen Ceramiden identisch, während pflanzliche Ceramide aus Reis, Weizen oder Mais chemisch nur ähnlich, nicht identisch sind. Beide stärken nachweislich die Hautbarriere und senken den Feuchtigkeitsverlust – Ceramide NP gilt dabei als die etwas besser untersuchte, hautidentische Variante.

Ceramide NP und pflanzliche Ceramide: zwei verschiedene Wege zum gleichen Ziel

Ceramide sind Lipide, die in der obersten Hautschicht wie ein Mörtel zwischen den Hautzellen sitzen und die Barriere gegen Feuchtigkeitsverlust und äußere Reize bilden. Fehlen sie – etwa bei trockener, gereizter oder alternder Haut – wird die Barriere durchlässiger. In der Kosmetik begegnen einem dabei vor allem zwei Varianten: Ceramide NP (INCI: Ceramide NP, auch als Ceramide 3 bekannt) und pflanzliche Ceramide, oft als Phytoceramide oder Glucosylceramide deklariert.

Der Unterschied liegt in der Molekülstruktur. Ceramide NP besteht aus Phytosphingosin, verknüpft mit einer gesättigten Fettsäure, und entspricht damit exakt einem der häufigsten Ceramid-Typen der menschlichen Hornschicht. Pflanzliche Ceramide aus Reis, Weizen oder Mais sind den hauteigenen Lipiden strukturell ähnlich, aber nicht identisch – sie enthalten teils andere Zucker- oder Fettsäurereste.

Herstellung: Fermentation statt Erdöl

Ein verbreitetes Missverständnis ist, Ceramide NP sei ein petrochemisches Laborprodukt. Tatsächlich wird es seit den 1990er-Jahren biofermentativ hergestellt: Hefezellen produzieren Tetraacetylphytosphingosin, das anschließend mit einer meist pflanzlichen Fettsäure verbunden wird. Das Ergebnis ist ein biobasiertes, hautidentisches Molekül – kein Erdölderivat.

Pflanzliche Ceramide werden dagegen direkt aus Pflanzenmaterial extrahiert, meist aus Reiskleie, Weizenkeimen oder Maisstärke-Nebenprodukten. Der Herstellungsweg ist damit näher am Rohstoff, das Endmolekül aber eben nicht deckungsgleich mit dem, was in der Hautbarriere tatsächlich vorkommt.

Was zeigt die Studienlage wirklich?

Beide Ceramid-Typen sind in klinischen Untersuchungen wirksam: Formulierungen mit Ceramid-Komplexen reduzieren in Studien den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) messbar und verbessern die Hautfeuchtigkeit über mehrere Stunden bis Tage. Für pflanzliche Ceramide bzw. Glucosylceramide aus Reis- oder Traubentrester-Extrakten zeigen randomisierte, placebokontrollierte Studien ebenfalls eine verbesserte Barrierefunktion, allerdings meist bei oraler Einnahme oder in höheren Konzentrationen als in vielen Standardkosmetika üblich.

Direkte Kopf-an-Kopf-Vergleiche zwischen Ceramide NP und pflanzlichen Ceramiden in identischer Formulierung sind in der frei zugänglichen Literatur rar. Die vorsichtige Einordnung aus der bisherigen Forschung: Weil Ceramide NP strukturell exakt einem natürlichen Hautlipid entspricht, wird ihm in der Kosmetikchemie tendenziell eine etwas zuverlässigere Einbindung in die Lipidmatrix zugeschrieben. Pflanzliche Ceramide punkten dafür bei rein pflanzlicher Rohstoffherkunft – ein Kriterium, das für viele Naturkosmetik-Käufer:innen zählt, wissenschaftlich aber nicht automatisch mit „wirksamer" gleichzusetzen ist.

Zertifizierung: Sind beide naturkosmetiktauglich?

Hier lohnt sich der Blick ins Detail, denn beide Varianten sind grundsätzlich COSMOS-zertifizierbar. Ceramide NP wird fermentativ aus Hefe und pflanzlicher Fettsäure gewonnen, nicht petrochemisch – die pflanzlichen Fettsäure-Komponenten lassen sich zusätzlich über RSPO-Nachhaltigkeitszertifikate absichern. Pflanzliche Ceramide aus Reis oder Weizen gelten ebenfalls als naturkosmetikkonform, sofern Herkunft und Extraktionsverfahren den COSMOS-Kriterien entsprechen. Der oft kolportierte Gegensatz „synthetisch böse vs. pflanzlich gut" trifft die Realität bei Ceramiden also nur bedingt – entscheidend ist die konkrete Rohstoffkette, nicht allein die Bezeichnung auf der INCI-Liste.

Ceramide in der Praxis: So kombiniert Cosmenia sie

In der täglichen Routine wirken Ceramide am besten in Kombination mit weiteren feuchtigkeitsbindenden und barrierestärkenden Wirkstoffen statt isoliert. The Day Cream von Cosmenia setzt genau auf diese Kombination: Ceramide gemeinsam mit Sanddornextrakt für eine leichte, aber barrierestärkende Tagespflege. Wer nach einer geschwächten Barriere – etwa durch Wetterwechsel, Peelings oder Retinoide – gezielt aufbauen möchte, findet im Hydra Barrier Repair Set eine dreistufige Routine aus Reinigung, Toner und Serum, die Ceramide, Hyaluronsäure und Alteromonas Ferment Extrakt bündelt. Für die nächtliche Regeneration ergänzt die Beauty Sleep Cream & Mask mit Shea Butter das Barriere-Paket um eine reichhaltigere Nachtpflege.

Häufige Fragen zu Ceramide NP und pflanzlichen Ceramiden

Ist Ceramide NP ein synthetischer Inhaltsstoff?

Im chemischen Sinn ja, da es im Labor durch Fermentation hergestellt wird – der Prozess nutzt aber Hefekulturen und pflanzliche Fettsäuren statt Erdöl und liefert ein Molekül, das mit den hauteigenen Ceramiden strukturell identisch ist.

Sind pflanzliche Ceramide automatisch die bessere Wahl für Naturkosmetik?

Nicht zwangsläufig. Beide Formen können COSMOS-zertifiziert sein. Pflanzliche Ceramide punkten bei der reinen Rohstoffherkunft, Ceramide NP bei der strukturellen Nähe zu hauteigenen Lipiden – die Wahl hängt von der Gesamtformulierung ab.

Kann ich Ceramide mit Retinol oder Säuren kombinieren?

Ja, sogar sinnvoll: Ceramide gleichen die Austrocknung aus, die Retinoide oder Fruchtsäuren auslösen können, und werden deshalb häufig gezielt in Aufbau- und Nachtpflege nach aktiveren Wirkstoffen eingesetzt.

Fazit

Ceramide NP und pflanzliche Ceramide verfolgen dasselbe Ziel über unterschiedliche Wege: die eine Variante durch strukturelle Identität mit der Hautbarriere, die andere durch pflanzliche Rohstoffherkunft. Für die Praxis zählt weniger die Herkunftsfrage als die Gesamtrezeptur – wie sie etwa The Day Cream oder das Hydra Barrier Repair Set von Cosmenia bieten.

Comments

Be the first to comment.